Tansanias Kaffeeplantagen

Die Vielfalt eines Kontinents zeigt sich auch in seiner Kaffeeproduktion

Im August 2012 unternahm Peter Schreyögg eine Reise ins Kaffeeanbauland Tansania in Ostafrika. Nach der Ankunft am Flughafen von Kilimandscharo ging es nach Moshi, jener Stadt, die Touristen gerne als Ausgangspunkt zur Besteigung des Kilimandscharo nutzen, zur Besichtigung mehrerer Kaffeeplantagen.

Die tansanische Wirtschaft befindet sich auf einem vergleichsweise niedrigen Entwicklungsstand, vielerorts herrscht Armut. Einen wichtigen Wirtschaftszweig stellt nach wie vor die Landwirtschaft mit mehr als 75 % der Beschäftigten dar. Dabei spielt nicht zuletzt der Anbau von Kaffee, der eine der wichtigsten Einnahmequellen bildet, eine wesentliche Rolle. Bereits während der Fahrt nach Moshi wurde deutlich, dass das Festland einerseits überwiegend aus Wüstenlandschaft, in den Gebirgen hingegen aus tropischer Vegetation besteht – optimale Bedingungen für den Anbau von Kaffee. Bei den später auf den Farmen erfolgenden Verkostungen konnte Peter Schreyögg feststellen, dass der in Tansania angebaute Arabica-Kaffee, der auch als „Kilimandscharo- Kaffee“ bezeichnet wird, sich durch viel Körper und feine Säure auszeichnet und im Geschmack dem Kenia-Kaffee nicht unähnlich ist. Der in der Region rund um den Kilimandscharo kultivierte Arabica-Kaffee wird übrigens zumeist gewaschen aufbereitet.
Bei den Fahrten durch die Plantagen fielen immer wieder die zwischen schattenspendenden Pflanzen der natürlichen Waldvegetation oder anderen Nutzpfl anzen angesiedelten Kaffeepflanzen auf – etwa unter Bananenstauden, die mit ihren großen Blättern eine allzu starke Sonneneinstrahlung fernhalten.
Der weiter südlich, in der Region Bukoba – dem Hauptanbaugebiet für diese Kaffeesorte – angebaute Robusta-Kaffee wird hingegen vorwiegend ungewaschen aufbereitet.
Ein Höhepunkt der Kaffeereise war sicher die lokale Börse in Moshi, wo einmal wöchentlich der geerntete Rohkaffee in einer Versteigerung gehandelt wird. Hier herrscht plötzlich ein beeindruckend internationales Flair, mit Händlern, die für dieses Ereignis sogar eigens aus dem Ausland anreisen.

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