Die Kaffeekirsche

Gut Ding braucht Weile

Die Entwicklung der Kaffeepflanze, lat. Coffea, folgt ihrem ganz eigenen Rhythmus. Während das Aufspringen der Blütenknospen, die Blüte, die Pollenausschüttung und die Befruchtung innerhalb weniger Tage vonstattengehen, dauert es vergleichsweise lange, bis die Frucht der Kaffeepflanze ihren Reifezustand erreicht.

Die Dauer der Reifung variiert aufgrund des Klimas und der Bodenbeschaffenheit und ist für die einzelnen Coffea-Arten recht unterschiedlich – die Kaffeekirschen des Robusta-Kaffees brauchen für den Reifungsprozess zwischen neun und elf Monaten, die des Arabica-Kaffees etwa sechs bis acht Monate.
Bei der Reifung entwickelt sich der Fruchtknoten üblicherweise zu einer zweisamigen Steinfrucht, deren Form bei der Arabica-Kirsche rundlich bis länglich-spitz ist, während die Früchte des Robusta-Kaffees etwas kleiner und runder sind. In der Reifung verändert die Kaffeekirsche ihre Farbe – aus dem anfänglichen Grün wird bald gelb, und als reife Frucht erstrahlt sie schließlich in kräftigem Rot. Ein Blick ins Innere der Kaffeekirsche zeigt: Die beiden Samen, die eigentlichen Kaffeebohnen, sind umhüllt von weißgelblichem, süßem Fruchtfleisch, der Pulpe, und liegen mit der flachen Seite, die die typische Längsfurche aufweist, zueinander. Die beiden Kaffeebohnen werden außerdem von der Samenschale, der sogenannten Silberhaut, einer dünnen Schleimschicht sowie der blassgelben Pergamenthaut umhüllt.
In diesem Zustand können die herangereiften Kaffeekirschen nun geerntet und weiterverarbeitet werden.

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