Die Aufbewahrung von Kaffee

Praxistipp für Baristas

Kaffee ist ein empfindliches Natur und Frischeprodukt. Daher sollte er nach dem Öffnen der Verpackung möglichst rasch verbraucht werden.

Ist eine Kaffeepackung erst einmal geöffnet, verursacht der unvermeidliche Sauerstoffzufuhr einen täglichen Aromaverlust. Weitere äußere Einflüsse wie Hitze, Feuchtigkeit, Geruchsstoffe und starkes Licht wirken sich zusätzlich negativ auf die Qualität des Kaffees aus. Er sollte daher kühl und trocken gelagert werden, und es ist unbedingt davon abzuraten, offene oder nicht luftdicht versiegelte Packungen im Kühlschrank aufzubewahren. Kaffee nimmt äußerst schnell Fremdgerüche von anderen Lebensmitteln an. Deshalb sollte Kaffee vor Feuchtigkeit geschützt werden, damit das Aroma voll erhalten bleibt.

Bei der Aufbewahrung sind folgende Punkte zu berücksichtigen:

Aufbewahrung von Bohnen

Die Verpackung von Bohnen wird mit einem Aromaschutzventil versehen, sodass deren natürlicher Entgasungsprozess stattfindet, jedoch kein Sauerstoff mehr eindringen kann. Bei geschlossener Verpackung behält der Kaffee über mehrere Monate weitgehend seine Qualität. Kaffeebohnen sollten stets erst unmittelbar vor der Zubereitung gemahlen werden, da sich ansonsten schon vorher unzählige Aromen verflüchtigen. Je weniger Zeit also zwischen Mahlvorgang und Zubereitung verstreicht, desto mehr Aroma wird schließlich in der Tasse sein. Da Kaffee zudem Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft aufnimmt, muss penibel auf Luftveränderungen geachtet werden. Bei starken Luftfeuchtigkeitsveränderungen kann eine Nachjustierung des Mahlgrads notwendig werden. Gemahlener Kaffee ist stets anfälliger für Feuchtigkeitsaufnahme als ganze Bohnen.

Pflege der Kaffeemühle

Da auch die Pflege der Kaffeemühle entscheidend zur Erhaltung des Aromas und somit zur Qualität eines guten Kaffees beiträgt, ist es von großer Wichtigkeit, Bohnentrichter, Kaffeepulverbehälter und Dosierstern regelmäßig und gründlich zu reinigen.

Tägliche Routinehandgriffe für einen perfekten Espresso und zur Vermeidung von Aromaverlust

Der Bohnenbehälter sollte nur mit der Menge befüllt werden, die tatsächlich pro Tag benötigt wird. Damit kein Aromaverlust erfolgt, befüllen Sie ihn kurz vor Betriebsbeginn erneut. Kontrollieren Sie die Einstellung des Mahlgrads durch die Zubereitung eines Espressos von 25 ml in 25 Sekunden (Richtwerte für Siebträgermaschinen); überprüfen Sie schließlich auch die Beweglichkeit des Dosiersterns und der Kaffeemenge. Die Mahlscheiben schließlich sollen bei spürbarem Nachlassen der Mahlleistung oder sehr pulvriger und lauter Mahlung ersetzt werden.

Aufbewahrung von gemahlenem Kaffee

Die Vakuumverpackung erhöht die Haltbarkeit von Kaffee wesentlich; vorwiegend wird gemahlener Röstkaffee in Packungen von 250 g oder auch 1000 g verpackt. Ist die Packung einmal geöffnet, gilt auch hier: Der Kaffee sollte rasch verbraucht werden. Um die Sauerstoffzufuhr einzugrenzen, kann der angebrochene Kaffee in der Originalverpackung belassen und luftdicht verschlossen werden, am besten in einer lichtundurchlässigen Dose mit guter Dichtung, die an einem trockenen und kühlen Ort gelagert wird. Beim Umfüllen in andere Behältnisse sammeln sich Fette und ätherische Öle am Rand an, was zu einem ranzigen Geschmack führt.

Wie lange ist Kaffee haltbar?

Wie bei jedem Lebensmittel gibt es auch bei Kaffee ein Mindesthaltbarkeitsdatum, allerdings bezieht sich dieses in erster Linie auf das Aroma. Richtig verderben kann Kaffee nicht, da es sich um ein Trockenprodukt handelt. Ein erster Aromaverlust stellt sich nach einigen Monaten ein, weshalb der Kaffee bevorzugt innerhalb eines Jahres verbraucht werden sollte. Schließlich gibt es für den Kaffeekenner nichts Genussvolleres als frisch gemahlene Bohnen – für ein Aroma, das unübertrefflich ist.

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