Die Handfiltermethode

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptarten der Kaffeezubereitung: jene ohne und jene mit Druck. Wie gut das Ergebnis in der Tasse dann ist, ist nicht allein Geschmackssache – der gewählte Kaffee sollte für ein vollendetes Aroma stets mit der Zubereitungsform harmonieren. Ist von Zubereitung ohne Druck die Rede, bedeutet dies, dass der Brühvorgang ohne künstlich erzeugten Wasserdruck erfolgt. Dazu zählen das Brühen in der Tasse, der türkische Mokka, die verschiedenen Filtermethoden mit oder ohne Maschine wie Handfilter, Keramikfilter, Papierfilter, das Filtern in die Thermoskanne, die Herstellung mit der neapolitanischen Kaffeekanne oder Wendekanne sowie verschiedene Sonderformen des Filterns. Bei einer Zubereitung mit Druck hingegen wird das heiße Wasser mit zusätzlichem Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Zu diesem Verfahren gehören unter anderem die Kaffeeherstellung mit Dampfdruckkannen wie dem Perkolator, der Glaskolbenkaffeemaschine und der Espresso- oder Mokkakanne; außerdem mit Sonderformen der Mokkakanne, Pressstempelkannen, Siebträgermaschinen, Halbautomaten, Handhebelmaschinen, mit Vollautomaten mit Kolbentechnik, Pod- oder Kapselmaschinen und Vendinggeräten.

Filtermethode
Wer auf den Kaffeesatz verzichten will, muss den Kaffee filtern. Durch den Kaffeefilter wird das Getränk vom Kaffeesatz getrennt, dies kann entweder per Hand oder maschinell erfolgen. Der Geschmack wird dabei stark von Mahlgrad und Wassertemperatur bestimmt. Die sogenannte Handfiltermethode oder der Handaufguss erleben derzeit ein wahres Comeback. Damit diese Methode der Zubereitung gut gelingt, wird das mittelfein gemahlene Kaffeemehl zunächst mit wenig heißem Wasser zum Aufquellen übergossen, um alle Geschmacksstoffe zu lösen. Nach und nach wird dann heißes Wasser nachgegossen.

Die wichtigsten Aspekte der Kaffeezubereitung beim Handfiltern sind:
1. der Mahlgrad der Bohnen: Eine mittelfeine Mahlung lässt das Wasser langsam und gleichmäßig durch den Filter laufen. Dabei werden die Geschmacksstoffe optimal aus dem Kaffee gelöst.
2. die Temperatur des Brühwassers: Optimal sind 92-96° C.
3. das Verhältnis von Kaffeepulver und Wassermenge: Für 100 bis 125 ml Wasser benötigt man 6 bis 8 g Kaffeepulver. Mahlgrad und Wassertemperatur bestimmen dabei den Geschmack.
4. die Brühzeit: Der Brühvorgang dauert im Optimalfall 3 bis 4 Minuten.

Für den richtigen Ablauf gilt:

1.

Der Papierfilter wird in die trichterförmige Öffnung des Porzellanfilters eingesetzt und mit dem gebrühten Wasser angefeuchtet. Die im Papier enthaltenen Poren öffnen sich durch den Kontakt und lassen so die Aromastoffe besser durchdringen.

2.

Anschließend wird das Kaffeepulver gleichmäßig im Filter verteilt. Das ist wichtig für die Extraktion.

3.

Ein Teil des Brühwassers wird in den Filter gegossen, sodass das Kaffeepulver gerade bedeckt ist. Nach einigen Sekunden wird der Rest kreisend aufgegossen, damit das gesamte Kaffeepulver verwendet wird.

4.

Das Wasser sollte in ca. 3 bis 4 Minuten durchgelaufen sein.

zurück top
Diese Webseite verwendet Profilierungs-Cookies von Dritten, um Ihnen Werbemitteilungen anzuzeigen, die Ihren Vorlieben entsprechen. Wenn Sie mehr darüber erfahren oder die Verwendung von Cookies unterbinden möchten, klicken Sie bitte hier. Klicken Sie hingegen auf irgendein anderes Element dieser Webseite und NICHT auf den obenstehenden Link, so stimmen Sie der Verwendung der Cookies automatisch zu.
ok