Fairtrade

Gerechter handeln

Gerechter handeln

Ein wirklich faires Produkt. Das Fairtrade-Siegel – ein Garant für Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung.

 

Es begegnet uns überall, und doch stellt man sich häufig die Frage: Wofür steht eigentlich das Fairtrade-Siegel?

 

Die Zertifizierung zu einem Fairtrade-Unternehmen erfolgt nach international festgelegten Kriterien.

Diese werden durch den Dachverband FLO (Fairtrade Labelling Organizations International), in dem alle nationalen Verbände zusammengeschlossen sind, entwickelt und festgelegt. Die Vergabe der Lizenzen zur Nutzung des Siegels erfolgt auf nationaler Ebene; die Überprüfung der Einhaltung der gültigen Standards durch Produzenten, Händler und Lizenznehmer wird regelmäßig durch eine internationale Zertifizierungsstelle kontrolliert.
Zentrales Anliegen der Organisation ist die partnerschaftliche Behandlung und faire Entlohnung der Produzenten, die in der Regel aus Schwellenländern stammen.
Dieser soziale Ansatz prägte bereits die ersten Initiativen, die in den USA nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden, doch erst in den 90er-Jahren entstand die heutige Fairtrade-Organisation mit ihren international gültigen Standards. Der erste Fairtrade-Kaffee wurde übrigens 1973 durch die niederländische Stiftung S.O.S. Wereldhandel nach Holland importiert. Stammten die Kaffeebohnen seinerzeit von einer Kleinbauernvereinigung aus Guatemala, profitieren heute Kleinbauern und Arbeiter aus 70 Ländern von Fairtrade und seinen Errungenschaften.
Zu diesen gehört die Festlegung eines Mindestpreises, der über dem Weltmarktpreis angesetzt ist und der den Herstellern ein höheres und verlässliches Einkommen ermöglicht. Ein wichtiges Augenmerk liegt auf langfristigen partnerschaftlichen Beziehungen zwischen Händlern und Erzeugern, die den Bauern Investitionen und die Aneignung von wichtigem Know-how ermöglichen; einen weiteren Schwerpunkt bilden sozialverträgliche Arbeitszeiten und die Gleichberechtigung von Frauen. Vermehrt rückt in den vergangenen Jahren auch der ökologische Aspekt ins Blickfeld. Hier setzt der FLO Maßstäbe, die über die Weltmarktstandards hinausgehen. Das Fairtrade-Siegel steht also für den Gedanken, den Gewinn auf dem Weg eines Erzeugnisses von der Produktion zum Endverbraucher gerechter zu verteilen, der Armut in den Entwicklungsländern entgegenzuwirken sowie Nachhaltigkeit und ökologisches Handeln zu fördern.

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