Die Kaffeeblüte

Sowohl der Blüten- als auch der Fruchtansatz der Kaffeeblüte, die in Duft, Form und Farbe an Jasmin erinnert, gibt Aufschluss über die mögliche Menge der künftigen Kaffeeernte.

Gerade in großen Produktionsländern spielt das eine wichtige Rolle für die Preisentwicklung von Kaffee auf dem Markt. Tatsächlich aber können Frost oder Dürre diese ersten Einschätzungen völlig zunichte machen – und die An- und Verkaufsbedingungen von Kaffee grundlegend verändern.

Die Krone der Kaffeeblüte teilt sich oben in fünf, bei Robusta in bis zu sieben spitz zulaufende, kurzstielige Blütenblätter. Die Blüte der Arabica ist ca. 18 mm, die der Robusta ca. 30 mm lang. Die Blütenblätter verblühen in relativ kurzer Zeit und sind nur wenige Stunden befruchtungsfähig. Nach drei bis vier Tagen fallen die Blüten ab. Gleichzeitig ist die Blüteperiode als solche vergleichsweise lang und wird in Vor-, Haupt- und Nachblüte unterteilt. Der Fruchtknoten entwickelt sich zu einer meist zweisamigen, rundlich-ovalen Steinfrucht von 10 bis 15 mm Durchmesser; die rote Schale der reifen Frucht umhüllt das süße, weiß-gelbliche Fruchtfleisch von fleischig-gallertartiger Konsistenz.

Die in den Tropen und Subtropen heimische Kaffeepflanze blüht in der Regel nach den ersten Niederschlägen der Regenzeit, direkt nach der Trockenperiode. An einem erwachsenen Baum können sich 30.000 bis 40.000 Blüten befinden. Nun gilt es, ihre Eigenschaften in Hinblick auf den späteren Ertrag richtig zu deuten.

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